WOHNEN GEGEN DEN STROM

Wohnen gegen den Strom, Leipzig

Studienarbeit am Institut für Städtebau und Landschaftsplanung

in Zusammenarbeit mit Frank Forell

Das Entwurfsareal im Leipziger Stadtteil Plagwitz liegt an einer Schnittstelle zwischen Gewerbequartier im Süden und Wohnquartier im Norden des Stadtgebietes. Der Karl Heine Kanal, welcher das Entwurfsareal bogenförmig umschließt, verleiht dem Uferbereich des Ortes seinen ruhigen, inselartigen Charakter. Auf der anderen Seite wird das Gelände von der belebten Karl Heine Straße begrenzt. Entsprechend den unterschiedlichen Nutzungen haben wir das Areal in drei Zonen ugegliedert. An der vielbelebten Industriestraße befinden sich die gemeinschaftlich, öffentlich und gewerblich genutzten Gebäude. In direkter Ufernähe wird vornehmlich gewohnt. Der Boulevard dient als trennendes wie auch als verbindendes Element innerhalb des Quartiers. Neben seiner Funktion als Freizeit- und Flanierbereich ist er auch Verteilerzone für die Wegeverbindungen innerhalb des Areals. Vom Boulevard aus sind auch die die Baufelder umschließenden Stege zu erreichen. Diese dienen zum einen der Erschließung der Wohnungen, zum anderen erreicht man über sie den attraktiven Uferbereich.

Das Wohngebiet bietet neben einer hohen Dichte eine hohe Flexibilität. Die Räume sind um große Lichthöfe angeordnet und werden zusätzlich über Patios und Öffnungen in der Fassade belichtet. Jede Wohneinheit hat einen privaten Grünbereich auf dem Dach. Alle Wohnformen sind darauf ausgelegt, einen Austausch von Räumen zu ermöglichen, und somit auf übergeordneten Einflußfaktoren, wie z.b. Haushaltszusammensetzung, Arbeitswelt, Komfortansprüche, sowie regionale Migrationsprozesse zu reagiern. Die daraus resultierende Wohnform kann somit eine sich ständig im Wandel befindende sein, die als Prototypologie funktioniert.